2025: Anfang vom Ende einer regelbasierten Weltordnung
13.01.2026
Meine
Jahresbilanz
2024
sah
düster
aus,
die
Ausblicke
auf
2025
waren
nicht
minder
pessimistisch.
Daneben
gelegen
habe
ich
eigentlich
nur
mit
der
Annahme,
dass
keine
2/3-Mehrheit
im
Bundestag
erreichbar
sei,
die
Finanzierung
von
Zukunftsinvestitio
-
nen
von
der
Schuldenbremse
auszunehmen.
Da
hat
mich
die
schwarz-rote
Koalition
doch
überrascht,
mit
Hilfe
der
Grünen
ein
500-Milliarden-Sondervermögen
für
Zukunftsinvestitionen
und
einen
Beschluss
durch
den
Bundestag
zu
bringen,
dass
Verteidi
-
gungsausgaben nicht mehr unter die Regelungen der Schuldenbremse fallen.
Die
finanziellen
Bedingungen
sind
für
Schwarz-Rot
also
weit
besser
als
für
die
Ampel
im
letzten
Jahr.
Schlechter
sind
dagegen
die
Mehrheitsverhältnisse
im
Bundestag.
Die
Regierung
hat
nur
eine
Mehrheit
von
26
Sitzen.
Dass
die
Regierung
sich
nicht
immer
auf
alle
Stimmen
der
Koalitionsfraktionen
verlassen
kann,
hat
bereits
die
Bundeskanzlerwahl
gezeigt.
Das
zweite
Abstim
-
mungsdesaster
erlebte
die
Regierung,
als
die
zuvor
zwischen
den
Koalitionspartnern
abgestimmte
Kandidatin
Brosius-Gersdorf
als
Richterin
des
Bundesverfassungsgerichts
von
Teilen
der
CDU/CSU-Fraktion
nach
von
der
AFD
und
massenhaft
in
sozialen
Medien
verbreiteten
Fakes
als
nicht
wählbar
abgelehnt
wurde.
Eine
weitere
Abstimmungsniederlage
drohte,
als
die
fraktionsin
-
terne Gruppe junger Unionsabgeordneter Widerstand gegen das im Koalitionsvertrag vereinbarte Rentenpaket ankündigte.
Von
der
für
den
Sommer
versprochenen
spürbaren
Verbesserung
der
wirtschaftlichen
Lage
hat
niemand
etwas
bemerkt.
Der
von
der
Regierung
angekündigte
Herbst
der
Reformen
ist
ausgeblieben.
Die
Koalitionsparteien
stoßen
bei
Bürgern
und
Wirt
-
schaft
auf
Partikularinteressen
und
teils
überbordende
Anspruchshaltungen
an
den
Staat,
die
sich
nicht
mit
gemeinwohlorien
-
tierter Politik vereinbaren lassen.
Der
„Generationenvertrag“
funktioniert
durch
den
demographischen
Wandel
nicht
länger.
Aber
eine
tragfähige
Reform
der
Sozialsysteme
ist
nicht
in
Sicht.
Die
Umbenennung
von
Bürgergeld
in
Grundsicherung
ist
nur
sprachliche
Kosmetik.
Es
werden
keine Milliarden bei den Sozialausgaben eingespart, mit denen man die Wirtschaft ankurbeln könnte.
Durch
Grenzkontrollen
konnten
einige
Migranten
abgewiesen
werden,
und
straffällige
Migranten
werden
jetzt
auch
nach
Syrien
und Afghanistan abgeschoben. Weder das Straßenbild noch die Kriminalität haben sich dadurch verändert.
Die
Rahmenbedingungen
für
die
Wirtschaft
haben
sich
nur
geringfügig
verbessert.
Ein
zaghafter
Bürokratieabbau
hat
begon
-
nen,
partiell
wird
der
Industriestrompreis
gesenkt
und
Abschreibungen
auf
Investitionen
wurden
erleichtert.
Steuersenkungen
sind
angekündigt.
Aber
eine
rückwärtsgewandte
Energiepolitik,
eine
restriktive
Investitionsbereitschaft
der
Wirtschaft
und
rückläufige Absatzchancen in den USA und in China führen perspektivisch nicht zu einem Wirtschaftsaufschwung.
Die
Weltwirtschaft
wird
geprägt
von
den
rivalisierenden
Mächten
USA
und
China.
Die
Industrie-
und
Exportnation
Deutschland
hat
es
schwer,
sich
da
zu
behaupten.
Insbesondere
aus
China
wird
Europa
überschwemmt
mit
staatlich
subventionierten
Gütern,
während
gleichzeitig
Exportbeschränkungen
für
den
Export
von
seltenen
Erden,
die
für
die
europäische
Industrie
wichtig
sind,
eingeführt
wurden.
Und
in
den
USA
verspricht
Trump
der
arbeitenden
Bevölkerung
neuen
Wohlstand
durch
angeblich
der
natio
-
nalen
Sicherheit
dienende
Schutzzölle
und
politisch
motivierte
Strafzölle.
Das
schadet
der
Weltwirtschaft,
aber
hilft
es
der
amerikanischen Wirtschaft?